Donnerstag, 14. August 2014

On the Silk Road to China (Sary Tash / Ulugquat) 14.8

Die Nacht habe ich gut ueberstanden, und nach einem guten Fruehstueck mache ich mich auf dem Weg. Heute steht China auf dem Programm. Ich fahre auf dem Irstekam Pass (einer der alten Seidenstrassenpaesse) Richtung Kashgar. Das ganze klingt romantisch ist aber eine ueble Quaelerei. Saukalt, Wind und sausteil. Der Pass geht auf 3760 hm, und fleissig auf und ab, so dass wieder einige Hoehenmeter zusammenkommen. Das unglaubliche Panorama entschaedigt aber fuer alles! Der Pass selber ist eigentlich ein Hochtal mit vielen Jurten und Herden, sehr schoen. Und direkt dahinter gehen die Gipfel des Pamirs hoch, absolut beindruckend. Den eigentlichen Pass habe ich schnell hinter mir, allerdings geht es auf der Abfahrt Richtung China immer wieder kraeftig bergauf. Egal ... irgendwann bin ich an dem ersten kirgisischen Grenzposten, der sitzt - mit AK 47 aber ohne Magazin - in einem alten Bauwagerl und schlaeft.  Ich wecke ihn auf, und nach Handshake und kurzem Gespraech darf ich weiterfahren. Bis zur eigentlichen Grenze sind es noch 20 km. Ueberhaupt muss man sich das eher als Grenzregion als als Grenze vorstellen - mit mehrfachen Kontrollposten bis weit ins Land hinein. Irgendwann bin ich dann bei dem kirgisischen Hauptgrenzposten - dort geht alles ganz schnell. Stempel rein und auf Wiedersehen schoenes Kirgistan, in 2 Tagen bin ich wieder da. Bei den Chinesen geht es auch verhaeltnismaessig schnell - obwohl dies hier der hinterste Grenzposten in China ist werde ich vom ersten Grenzer gleich auf English mit "Welcome to China" begruesst. Dann wird ein englischsprdchender Grenzer abgestellt der mich durch jeden einzelnen Posten begleitet und mir jeweils (sehr hoeflich) sagt was ich machen soll. Da koennte sich die US amerikanische Grenzpolizei einiges abschauen. Alles hochprofessionell und sehr schnell. Der Hauptgrenzposten ist allerdings erst in Ulugquat, und es ist nicht erlaubt dorthin zu radeln (ich wusste das schon, geht jedem so und steht in jedem Radlforum). Von den Grenzern werde ich in ein Taxi gesetzt, der (moderate) Preis (20 Euro fuer 120 km) wird vom Grenzposten ausgehandelt und mir auf englisch mitgeteilt und los gehts. Die Landschaft ist eine totale Mondlanschaft, wirklich unglaublich. Und es gibt auf den 120 km nur einen Ort .... 

In Ulugquat steht die hochmoderne Grenzanlage. Ich bin der einzige Kunde und in 5 Minuten durch, wieder mit einen englischprachigen Offizier zur Seite der mir hilft. Er empfiehlt mir auch ein Hotel in der Stadt, eigentlich wollte ich heute bis Kashgar fahren aber ich habe mich zeitlich etwas verschaetzt. Das Hotel ist ok ... nur die Sprachbarriere wirklich enorm. Hier spricht keiner mehr Englisch, ich kann nichts lesen ... nur google translate hilft :) 

Morgen geht es nach Kashgar, dort gibt es zwei erzwungene Ruhetage weil die Grenze am Wochenende anscheinend zu hat und ich nicht zurueck nach Kirgistan kann. Aber dass ich kit dem Radl nach China gefahren bin ist mir das wert - das war immer schon ein Traum von mir! 

In diesem Sinne, euer leo 







Mittwoch, 13. August 2014

To Higher Grounds - Osh to Sary Tash (12/13.8)

Nach 5 Tagen R&R mit meiner geliebten Tina bringe ich sie um430 zum Flughafen in Bishkek und es heist Abschied nehmen. Bei mir ist nach 3 Monaten Radln irgendwie die Luft raus und ich kann mich nur schwer motivieren loszufahren. Zuerst muss ich sowieso nach Osh fliegen und mein Radl zusammenbauen. Das klappt gut und um 1130 geht es auch fuer mich los. Ich quaele mich bei unglaublicher Hitze aus Osh raus, es hat fast 40 Grad. Egal, bald geht es bergauf und die Leute werden netter und die Landschaft schoener. Ich fahre ein Flusstal hoch, es geht rapide von 900 meter (Osh) auf 2600 meter. Ganz schoen anstrengend. Nochdazu habe ich mir etwas den Magen verdorben, ich lege mich ersteinmal einen Stunde neben dem Fluss schlafen und nehme zwei Remmi Tabletten. Dann geht es wieder besser und ich fahre wohlgemut den Pass hoch. Kaum oben geht es 1000 hm runter nach Gulcha, wo ich auf Empfehlung des lokalen Polizisten ein sehr schoenes Homestay finde. Die Tochter des Hauses spricht gut deutsch und die Familie nimmt mich sehr nett auf. Ich schlafe wie ein Stein. 

In der Frueh geht es nach einem guten Fruehstueck weiter, und sofort wieder hoch. Bis Sary Tash sind es 1000 km und 2600 hm, es geht ueber zwei 3600 hm Paesse. Ich bin am Anfang ziemlich schnell und am Schluss ziemlich langsam, der Pass ist echt brutal steil. Ich muss einige Male sogar schieben - auf einer Asphaltstrasse ist mir das selten passiert. Irgendwann ist es vorbei und ich rolle bei einbrechender Dunkelheit ins Tal nach Sary Tash (3170 hm). Dort habe ich ein Guesthouse und eine warme Dusche, es ist saukalt hier. Ziemlich beindruckend ist das Pamir Gebirge im Sueden, das tuermt sich wie eine unueberwindbare Wand auf. Morgen versuche ich ein Photo einzustellen. 

Morgen geht es weiter richtung China :) 






Dienstag, 5. August 2014

Reaching Osh - deep South Jalal Abad - Osh 4.7

In der Frueh treffe ich im Hotel noch ein Reiseradlerpaerchen aus Frankfurt. Die beiden sind 4 Wochen in Kirgisien unterwegs, hauptsaechlich im Hochland und fahren jetzt meine Strecke nach Bishkek zurueck. Wir unterhalten uns gut. Um 0900 breche ich auf, mit der 100 km Etappe mache ich dank gutem Wind nund nur 2 Bergen kurzen Prozess. Allerdings muss ich einige Male telehonieren, die letzte Tage war es im Buero so ruhug dass ich das gar nicht mehr gewohnt war. In Usgen - eigentlich eine kleine Stadt - schaffen es die Chaoten tatsaechlich durch unorganisertes Verhalten und Unfaelle einen Riesenstau zu produzieren, der ddadurch nur schlimmer wirt das jeder versucht doch noch irgendwie durchzukommen, Gehweg und Gegenfahrbahn eingeschlossen. Irgendwann geht nix mehr, nur ich mit dem Radl komme nich durch. Dann habe ich wenigstens die letzten 30 freie Fahrt. Irgendwann muss ich nocheinmal fuer einen conference call anhalten und dann kommt Norbert aus Hannover mit dem Radl daher, er kommt vom Son Kul See und faehrt auch nach Osh. Er hat sich mit 49 selbst pensioniert und reist jetzt nur noch. Sehr netter Typ. Wir fahren gemeinsam nach Osh, suchen unsere jeweiligen Unterkuenftebund gehen Abends gemeinsam Essen. Wir haben viel zu erzaehlen und es wird ein netter Abend. 

Fuer mich ist jetzt erstmal Pause, ich fliege morgen nach Bishkek. Dort kommt meine geliebte Tina hin und wir machen 5 Tage Touristenurlaub in Kirgistan. Danach fliege ich wieder nach Osh und es geht noch nach China und in den Pamir. Stay tuned, euer leo 








Into the Valley of my dreams - Tash Komur bis Jala Abad 3.7

In der Frueh verlasse ich meine Luxusabsteige zeitig - Fruehstueck gibt es natuerlich nicht. Das hole ich bald in einem Kaffee nach. Mit schoenem Rueckenwind mache ich mich auf dem Weg. Zuerst fahre ich noch am Naryn entlang, bald wird das Tal aber breiter und muendet in das Fergana Tal. Da wollte ich schon immer mal hin. Das Fergana Tal ist die Brotkammer Zentralasiens und war zentraler Bestandteil der Seidenstrasse. Bis zu 110 km breit und mehrer hundert km lang ist es weniger ein Tal als eine grosse Ebebe. Es wird zwischen Kirgistan, Uzbekistan und Tadjikistan geteilt, was zum Teil zu ziemlich abtenteuerlichen Grenzverlaeufen aufgrund von Enklaven und Exklaven fuehrt. Aber fazinierend - leider auch ein Zentrum religioeser Unruhen. Jetzt werden auch die vollverschleierten Frauen und Maenner mit Bart mehr (zur Verschleiderungsthematik meine Privatmeinung: jeder Mann der seiner Frau das antut solle gezwungen werden ebenfalls vollverschleiert in der Bullenhitze rumzulaufen, dann haette sich das Thema schnell geklaert. Aber es ist natuerlich einfacher als Mann die Frauen arbeiten zu lassen und selbst bloed schauend faul im Schatten zu sitzen und Schnapps zu trinken - so genau wird es mit dem Islam diesbezueglich dann naemlich auch nicht genommen). 

Ich schlaengele mich an der uzbekischen Grenze entlang, mehrmals zwingt mich der Grenzverlauf zu langen Umwegen. Gerade duech Uzbekistan durchfahren geht nicht (obwohl ich ein Visum habe) - die Gpentsprechenden Grenzuebergaenge sind nur fuer die lokale Bevoelkerung offen. An den Fluessen und Bewaesserungskanaeken gibt es schoene жарма, das sind lokale Kaffes direkt am Wasser. Dort staerke ich mich gerne - ich lasse es gemuetkich angehen. Noch ein letzter Pass und ich bin in Jalal Abad, der drittgroessten Stadt Kirgisiens. Dort gibt es auch wieder ein schoenes Hotel - back in the civilized world. Ich lasse es mir gutgehen und feiere die Durchquerung des Tien Shan Gebirges mit einem Bier. 








Southern Uncomfort - Totokul bis Tash Komur 2.7

In der Frueh nutze ich meinen Zeltplatz direkt am See aus und bade ersteinmal ausgiebig. Leider habe ich Depp mein Duschgel bei der Yurte liegenlassen, sauber werde ich trotzdem. Dann geht es dahin, sofort einen 400 hm pass rauf. Und es hat schon um 0900 fast 40 Grad. Ich fahre gemuetlich dahin, oben ist ein Kiosk. Der Besitzer hat auch schon besseren Zeiten gesehen, er sitzt um 0930 Uhr schon mitvder Schnapsflasche da und will mich auf ein Glaserl einladen. ich lehne dankend ab, danach erzaehlt er mir von seiner Militaerzeit in Deutschland - hat ihm gut gefallen. Wuerde mir auch gut gefallen wenn ich aus seinem Nest kaeme, dagegen war sogar die DDR ein Paradies. Nach dem Pass geht es an dem Naryn River (einer der Hauptfluesse Zentralasiens) entlang. Leider verlaeuft die Strasse immer ca 150 hm ueber dem Fluss und laesst keinen Berg aus, insofern eine anstrengende Geschichte. In Karakul find ich ein wunderschoenes Restaurant und staerke mich, danach geht es wieder bergauf und bergab. Irgendwann kommen auch einige unbeleuchtete Tunnel. Irgendwann erreiche ich Tash Komur, einen sehr malerisch gelegenen Ort. Hier gibt es wohl ein Hotel, wie ich in einem Gasthof danach frage werden ich von den beiden anwesenden Damen gleich eingeladen doch hier zu uebernachten. Ich ziehe aber das Hotel vor und werde mit der letzten sowjetischen Drecksabsteige bestraft. Wobei bestraft nicht der richtige Ausdruck ist, es gibt wenigstens eine Eigene Dusche und ein Klo, insofern bin ich schon wieder happy :). Allerdings ist das Zimmer wirklich so unbeschreiblich dreckig dass ich das Zelt im Zimmer aufbaue und im Innenzelt schlafe ...








Southern Comfort (or not) - into the deep South (Chui Valley - Totokul Reservoir) 1.8

Nach einer warmen Nacht in der Yurte bekomme ich von den Besitzern noch ein perfektes Fruehstueck, und nach allseitigen Photos heist es Abschied nehmen von diesem schoenen Ort. Ich quaele mich - diesmal mit Rueckenwind - die restlichen 1000 hm auf den Bel Ala Pass hinauf. Zwischendurch freue ich mich an der schoenen Landschaft und unterhalte mich mit den Hirten. Oben am Pass mache ich ein paar Photos als mir ein anderer Reiseradler entgegenkommt. Phillip aus Wien ist seit 6 Monaten unterwegs und ueber die suedliche Route (Tuerkei, Iran, Turkmenistan und dann ueber das Ferganatal) hergefahren. Wir unterhalten uns gut und tauschen Tipps ueber die jeweilige weitere Route aus. Dann geht es fuer mich - mit einer Bremse - gut 2000 hm bergab nach Totokul. Mittags mache ich an einem sehr schoenen Touristcamp Pause. Die Landschaft wird etwas karger, anstatt Kumiss verkaufen jetzt alle Honig. Wie ich den Pass runterfahre haelt ploetzlich ein Auto vor mir, und es sind die Leute die ich schon am Balkasch See in Kazachstan vor einer Woche getroffen habe. Sie freuen sich sehr mich zu sehen, und ich auch. Unten in Totokul werde ich von einem jungen Radler begleitet der gerade von der Schule heimfaehrt. Wir unterhalten uns nett. Ich beschliesse noch um den See herumzufahren weil es dort anscheinend ein gutes Hotel gibt. Der Beschluss wird mit wirklich ueblem Gegenwind auf der Suedseite des Sees sowie einigen Bergen belohnt. Die Leute hier sind viel weniger freundlich als oben auf den Bergen, und die Maenner ziemlich dem Alkohol verfallen und sehr passiv (spaeter werde ich lesen dass es in Kirgistan ein unglaubliches Nord Sued gefaelle gibt. Im Norden sind alle Investitionen und Infrastrukturprojekte, der Sueden bekommt traditionell nichts ab. Dazu kommen ethnische Spannungen zwischen der uzbekischen Minderheit und der kirgisischen Mehrheit, vor allem im Ferganatal. Das alles fuehrt dazu dass die smarten aus dem Sueden alle sofort nach Bishkek ziehen, und im Sueden nur die bleiben die es sonst nicht schaffen. Daher hat dort die organisierte Kriminalitaet Einzug gehalten und ist der Hauptwirtschaftsfaktor. Insgesamt eine etwas ungute Gegend, die noch dazu sehr fundamental islamistisch ist). 

Irgendwann fahre ich auf einer wirklich beschissenen Stelle an einem Denkmal vorbei, es ist heiss, der Wind pfeift und weit und breit ist nix. Ich glaube das Denkmal war von Leonid Breshnew - lustig dass die Kirgisen es wirklich an den schlimmsten Ort hingestellt haben. A fitting place for a miserable little man. 

Ich fahre weiter dahin, aus dem Hotel wird natuerlich nichts, es ist nur ein Kaffee. Aber wenigstens sind beim zweiten Kaffe die Leute sehr freunlich und ich darf ueber der Strasse in einem verlassenen Garten zelten. Nach 152 km und einigen Bergen bin ich ziemlich geschafft. Als in der Nacht einer der Hunde an mein Zelt kommt und rumknurrt und zum bellen anfaengt stoert mich das auch nicht weiter und ich schlafe gleich wieder ein. 











Sonntag, 3. August 2014

Happy Living - Too Ala Pass to Chui Valley 31.7

Ich habe zwar gut geschlafen aber es was saukalt. Aber ich habe ja meinen Kocher dabei, mit einem warmen Kaffee geht es schon wieder. Ich quaele mich weiter den Pass hoch, sind immerhin noch 1500 hm. Irgendwann kommt ein kleiner Kiosk und ich mache Pause. Kurz danach ueberholen mich Maren und Waldemar, zwei Reiseradler aus Frankfurt. Die beiden sind schlauer als ich und lassen sich mit dem Auto den Pass hochfahren :). Irgendwann bin ich dann auch oben, dort machen zwei Reiseradler aus Katalanien Rast. Die beiden aelteren Herren sind schon 4 Wochen unterwegs - Respekt! Am Scheitelpunkt des Passes ist ein 3 km langer Tunnel. Seitdem es 2001 nach einem Unfall ein paar Leute mit Kohlenmonoxidvergiftung derwuzzelt hat sollen Radler nicht mehr durchfahren. Der Tunnel Guard macht mir das mit eindeutigen Gesten (Halsabschneiden und Ersticken) klar. Naja, ich muss mir ja nix beweisen und lasse mich vom naechsten LKW durchfahren. Der LKW Fahrer und sein Sohn freuen sich ueber ein gutes Trinkgeld und ich dass ich mir den Tunnel erspart habe. 

Die darauffolgende Abfahrt wird weniger schoen, ich komme keine hundert Meter weit bis ich merke dass an meiner Vorderfelge was nicht stimmt. Eine naehere Inspektion ergibt dass die Felge an einer Seite leicht ausgebeult ist. Scheisse, ich hatte das Radl gerade erst in der Inspektion. naja, ich lasse Luft ab und haenge die Bremse weit aus, und bremse dann den 3500 meter pass nur mit einer Bremse runter. Ich muss jeden km Pause machen weil die Felge sonst zu heiss wird. Zu schnell kann ich auch nicht fahren weil ich Angst habe dass mir das Vorderrad platzt. Aber es haelt und ich organisiere telephonisch dass Tina in 4 Tagen nach Bishkek ein neues Vorderrad mitbringt. Bis dahin haelt hoffentlich das alte. 

Ein bisserl frustriert fahre ich dahin, allerdings nicht lange frustriert weil die Gegend wirklich absolut fantastisch ist. Das Chui Valley ist eine Hochalm (kirgisisch jailooo) wo die Nomaden im Sommer ihre Tiere hinbringen. Unglaublich schoen, und die Leute sind unglaublich froehlich und nett. Nur der wirklich happige Gegenwind macht mir zu schaffen. Irgendwann reicht es mir und ich mache bei einer Yurte Station. Die Grossfamilie ist total nett, ich darf in einer der Gaesteyurten uebernachten (die Familie hat 5 Yurten). Ich werde sofort in die Familie integriert und sitze abends gemuetlich in der Kuechenyurte. Nominal chef ist der Vater, der sich um die Pferde kuemmert. Er bekommt auch das essen in einer eigenen Yurte serviert. Die ist allerdings ungeheizt so dass es ein eher zweifelhaftes Vergnuegen ist. In der Kuechenyurte wo wir alle sitzen ist es gemuetlicher und waermer. Wirkliche Chefin ist eh die Grossmutter die auch das Geld verwaltet. Eine sehr lustige alte Dame, die mir gleich eine oder zwei der anwesenden jungen Damen andrehen will (Originalton Oma: Setzt dich einfach zwischen die zwei Maedchen und schicke ein Photo nach Hause, dann musst du eh nicht mehr heimkommen). Das wuerde ich natuerlich meiner geliebten Tina nie antun ... Trotzdem ist es ein sehr lustiger Abend, die Kirgisen scheinen das Sommerlager weniger als Arbeit sondern als Familientreffen zu nutzen. Es sind noch entfernte Verwandte aus Kazachstan da, sowie ein Kind dessen Eltern in Russland auf urlaub sind, die beiden jungen Damen sind Nichten (eine Psychologin, die andere angehende Uebersetzerin) die hier einen Teil ihres Sommerurlaubs verbringen. Ingesamt sehr gemuetlich und es scheinen alle sehr happy zu sein. 

Irgendwann ziehe ich mich in meine Gastyurte zurueck, die ist gut isoliert und ich schlafe trotz der Kaelte draussen sehr gut.