Dienstag, 1. Juli 2014

Racing through nowhere - Astana - Karaganda

Nach einem Ruhetag faellt es mir immer schwer den Komfort des Hotels zu verlassen. Doch der erste Blick aus dem Fenster zeigt das heute Rueckenwind angesagt ist. Also los - nach 3 km faengt es allerdings zum Regnen an. Egal, wenn ich die Wahl zwischen Regen und Gegenwind habe nehme ich immer Regen. Die ersten 30 km ist Poncho Time - erfahrene Reiseradler fahren immer mit einem Poncho, funktioniert viel besser als Regenjacke und Hose, vor allem wenn es warm wird. Allerdings kommt von unten der Dreck rein. Das Photo meiner Fuesse widme ich dem lieben Rudi (Klein) der gefragt hat warum mein Badewasser im Photo so dreckig war :). Der Dreck ist uebrigens auch der Grund warum ich am Abend lieber im Hotel bin - so schoen zelteln auch ist, wenn man 12 Stunden den Elementen ausgesetzt ist bin ich am Abend doch um eine Dusche froh. Zelteln nur wenn es unbedingt notwendig ist :). 

Irgendwann ist der Regen vorbei und ich fliege im Ruckenwind dahin. Ich mache mittags bei 110 km Pause und mir ist klar dass ich versuche bis Karaganda zu kommen. Das sind 220 km, solange bin ich schon lange nicht mehr gefahren. Aber ich komme gut durch und bin - durch mehrer conference calls aufgehalten - um 1930 in meinem schoenen Hotel in Karaganda. Karaganda liegt mitgen in der Steppe, ist aber trotzdem die viertgroesste Stadt Kazachstan weil es hier grosse Eisenvorraete gibt. Karaganda wurde uebrigens bis 1940  von vielen Deutschen bewohnt - fast 40% der Einwohner waren Deutsch. Duch Stalin wurden die meisten Vertrieben. Die in Karaganda befindlichen Eisenvorraete wurden in der Sowjetzeit von GULAG Gefangenen abgebaut, insofern ein eher duesterer Ort.



Interessant ist mein Hotel - ein richtiges Luxushotel. Es ist naemlich fuer die Kosmonauten gebaut worden, die hier in der Gegend mit ihren Kapseln gelandet sind - deshalb auch der Name Hotek Cosmonaut. Bevor die Kosmonauten nach Baikanour zurueckgekehrt sind sie hier untergebracht worden. Mittlerweile sind es eher Geschaeftsleute (die Kapseln landen aber anscheinend immer noch hier) - Accelof Mittal betreibt hier ein grosses Stahlwerk. 

Euer Leo 






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